Kontrollierte Umgebungen 03.01 · Engineering für Herstellungsapotheken
Engineering kontrollierter Umgebungen für die sterile und nichtsterile Herstellung sowie die Herstellung von Gefahrarzneimitteln.
Eine Herstellungsapotheke funktioniert nur so gut wie die Umgebung jeder einzelnen Zubereitung. Werden sterile und nichtsterile Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Gefahrarzneimitteln Raum für Raum geplant, kreuzen sich Wege, Druckverhältnisse verlieren ihre Logik, und die bei der Prüfung benötigten Nachweise fehlen. ALVEDA plant die Anlage als ein integriertes System: Raumprogramm und funktionale Zonierung, Personal-, Material- und Abfallwege, kontrollierte Umgebungen und Containment, HVAC und Medienversorgung sowie den Inbetriebnahme- und Qualifizierungsablauf, der zeigt, dass der Raum wie vorgesehen funktioniert. Anwendbare öffentliche Referenzen wie USP <795>, <797> und <800> sowie die Anforderungen der zuständigen Behörde werden für jedes Projekt gemeinsam mit dem Kunden bestätigt.
Engineering-Phasen
Einordnung dieser Leistung
06 / 09 Phasen enthalten
- 01Machbarkeitnicht enthalten
- 02KonzeptEnthalten
- 03Basic EngineeringEnthalten
- 04Detail EngineeringEnthalten
- 05Beschaffungnicht enthalten
- 06BauEnthalten
- 07InbetriebnahmeEnthalten
- 08ValidierungEnthalten
- 09Betriebnicht enthalten
Umfang
Was die Leistung umfasst
- 01Anlagenplanung, Raumprogramm und funktionale Zonierung
- 02Personal-, Material-, Produkt- und Abfallwege, Einkleidung und Schleusen
- 03Reinraumzonierung, Druckverhältnisse und Containment
- 04Primäre technische Schutzeinrichtungen (PECs), integriert in Raum und HVAC
- 05HVAC-Zonierung, Abluft- und Filterstrategie
- 06Medienversorgung je Prozess definiert; pharmazeutisches Wasser nur dort, wo Prozess und anwendbare Grundlage es erfordern
- 07Umgebungsmonitoring-Strategie, Schnittstellen zur QK-Unterstützung, Bereitschaft für Inbetriebnahme und Qualifizierung
Was ist eine Herstellungsapotheke?
In einer Herstellungsapotheke werden Arzneimittel für bestimmte Patienten oder Anwendungen zubereitet, statt in großen kommerziellen Chargen produziert zu werden. Eine Einrichtung kann nichtsterile Herstellung, Sterilherstellung und den Umgang mit Gefahrarzneimitteln vereinen, zusammen mit den unterstützenden Bereichen für Lagerung, Reinigung, Qualitätskontrolle, Verpackung und Abfall.
Jede dieser Tätigkeiten schützt etwas anderes: die Zubereitung, den Bediener, die Umgebung oder alle drei. ALVEDA plant die Räume, Wege und Systeme so, dass jede Tätigkeit ihrer eigenen Logik folgt, von Zonierung und Druckverhältnissen bis zu HVAC, Medienversorgung und den Nachweisen, die erforderlich sind, um zu belegen, dass die Anlage wie vorgesehen funktioniert.
Die regulatorische Auslegungsgrundlage wird projektspezifisch festgelegt. Sie kann sich auf die USP-Kapitel zur Herstellung in Apotheken (Compounding), WHO-GMP oder EU- / PIC/S-GMP, soweit anwendbar, die Anforderungen der örtlichen Behörde, etwa der EDA in Ägypten, sowie kundenspezifische Anforderungen stützen. Die Anlage wird anschließend auf Basis der vereinbarten Grundlage geplant und unter Berücksichtigung der für das Projekt geltenden Anforderungen ausgelegt.
Drei Zubereitungsarten
Eine Anlage, drei Arten von Schutz.
- 01
Nichtsterile Herstellung
Orale Flüssigkeiten, Cremes, Salben, Kapseln und ähnliche Zubereitungen. Die Umgebung basiert auf klarer Trennung, Staubkontrolle beim Einwiegen, reinigbaren Oberflächen und einem eigenen Spülbereich, wobei der Bedarf an klassifizierten Räumen projektspezifisch bestätigt wird.
- Trennung von Abgabe-, Lager- und Bürobereichen
- Einwaage und Pulverhandling mit lokalem Containment
- Wasserqualität für Zubereitung und Reinigung definiert; PW nur, wo Prozess und geltender Standard es erfordern
- Spül- und Trocknungsbereich für Geräte
- Reinigbare Oberflächen und kontrollierter Zutritt
- Material- und Abfallwege, die saubere und gebrauchte Gegenstände getrennt halten
- 02
Sterilherstellung ohne Gefahrarzneimittel
Zubereitungen, die frei von vermehrungsfähigen Mikroorganismen bleiben müssen. Die Umgebung beruht auf einer kontrollierten Raumabfolge, Einkleidung, gefilterter Luft, Druckverhältnissen und primären technischen Schutzeinrichtungen, jeweils mit einer definierten Rolle beim Schutz der Zubereitung.
- Mit dem Qualitätsteam abgestimmtes Klassifizierungskonzept
- Vorraum, Schleuse und Einkleidungsabfolge
- Druckverhältnisse und Strömungsrichtung
- HVAC-Zonierung und gefilterte Zuluft
- Primäre technische Schutzeinrichtungen (PECs), Durchreiche und Schnittstellen für den Materialtransfer
- Schnittstellen zu Sterilisation und aseptischer Abfüllung, wo erforderlich
- Umgebungsmonitoring und Qualifizierungsbereitschaft
- 03
Herstellung von Gefahrarzneimitteln
Zubereitungen mit Arzneimitteln, die Personal oder Umgebung schädigen können. Die technische Logik verlagert sich auf das Containment entlang des gesamten Materialwegs, von Wareneingang und Auspacken über die Herstellung und Dekontamination bis zum Abtransport der Abfälle.
- Eigener Wareneingang und Auspackbereich sowie getrennte Lagerung
- Containment-PECs und Räume im Unterdruck, wo erforderlich
- Abluftstrategie und Trennung von anderen Luftsystemen
- An- und Ablegen der PSA sowie Zutrittskontrolle
- Vorkehrungen für Deaktivierung, Dekontamination und den Umgang mit Verschüttungen
- Getrennter Weg für gefährliche Abfälle, Zwischenlagerung und Abtransport
- Qualifizierung von Containment, Abluft und Drucküberwachung
Technische Herausforderungen
Engineering-Herausforderungen, die wir frühzeitig angehen.
- 01
HerausforderungSich kreuzende Personal- und Materialwege
Die Wege werden vom Wareneingang bis zum Versand erfasst, bevor die Räume festgelegt werden, sodass jede Bewegung einen definierten Weg und Übergangspunkt hat.
- 02
HerausforderungUnklare Reinraumzonierung
Ein Klassifizierungskonzept wird mit dem Qualitätsteam entwickelt und an die Funktion jedes Raums gekoppelt.
- 03
HerausforderungUngünstige Druckverhältnisse
Druckverhältnisse werden aus dem Schutz- oder Containment-Ziel jeder Raumgrenze abgeleitet und anschließend für Überwachung und Verifizierung geplant.
- 04
HerausforderungVermischung von Tätigkeiten mit und ohne Gefahrarzneimittel
Tätigkeiten mit Gefahrarzneimitteln erhalten eigene Räume, Wege und Containment-Maßnahmen, getrennt von Arbeiten ohne Gefahrarzneimittel.
- 05
HerausforderungGemeinsam genutzte HVAC-Anlage ohne ausreichende Trennung
Die RLT-Zonen (AHU) werden nach Tätigkeit, Reinheit und Containment-Bedarf gruppiert; die Abluft wird so geführt, dass die Trennung erhalten bleibt.
- 06
HerausforderungFehlende Wasser- und Medienstrategie
Wasser, Druckluft und andere Medien werden je Entnahmestelle festgelegt, wobei nur die Systeme vorgesehen werden, die die Anlage tatsächlich benötigt. Ein PW- oder WFI-System wird nur dort spezifiziert, wo Prozess, Produkt, Maßstab, Verwendungszweck und anwendbare Anforderungen es erfordern.
- 07
HerausforderungUnzureichender Abfallweg
Abfälle erhalten einen eigenen Weg sowie einen eigenen Bereitstellungsbereich und Abgabepunkt, getrennt von reinen Fluren.
- 08
HerausforderungUnzureichende Monitoring-Strategie
Monitoring-Parameter und Messpunkte werden zusammen mit der Anlagenplanung vorgeschlagen, sodass Instrumente und Daten von Anfang an ihren Platz haben.
- 09
HerausforderungUnvollständige Qualifizierungsnachweise
Anforderungen werden über eine mit dem Projektteam abgestimmte CQV-Readiness-Matrix bis zu den Prüfnachweisen nachverfolgt.
- 10
HerausforderungMangelhafte künftige Wartbarkeit
Wartungszugang, Filterwechsel und Geräteausbau werden im Layout berücksichtigt, damit die Wartung kontrollierte Bereiche nicht beeinträchtigt.
Vorgehen
Von Eingangsdaten zu Liefergegenständen
INEingangsdaten
06 Einträge- I01Zubereitungsarten, Darreichungsformen und erwartete Mengen
- I02Mix aus sterilen und nichtsterilen Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Gefahrarzneimitteln
- I03Personal, Schichten und Betriebsmodell
- I04Einschränkungen durch Bestandsgebäude, Standort oder Fläche
- I05Vom Kunden für Projekt und Rechtsraum bestätigte Anforderungen
- I06Qualitätsverfahren des Kunden, vorhandene Zeichnungen und Aufzeichnungen
WORKTätigkeiten
06 Einträge- W01Abbildung der Arbeitsabläufe vom Wareneingang bis zum Versand
- W02Planung von Zonierung, Raumbeziehungen und Trennung
- W03Konzept für Klassifizierung und Druckverhältnisse mit dem Qualitätsteam
- W04Koordination der HVAC-, Abluft- und Medienstrategie
- W05Design-Review anhand der bestätigten Anforderungen
- W06Planung der Bereitschaft für Inbetriebnahme und Qualifizierung
OUTLiefergegenstände
17 Einträge- D-03.01.01Beiträge zur regulatorischen Auslegungsgrundlage und zum Lastenheft (URS)
- D-03.01.02Raumprogramm und funktionaler Zonierungsplan
- D-03.01.03Personalflusspläne
- D-03.01.04Materialflusspläne
- D-03.01.05Abfallflusspläne
- D-03.01.06Plan zum Klassifizierungskonzept
- D-03.01.07Plan zum Konzept der Druckverhältnisse
- D-03.01.08Plan der RLT-Zonierung (AHU)
- D-03.01.09Zuluft-, Rückluft- und Abluftkonzept
- D-03.01.10Raumdatenblätter
- D-03.01.11Spezifikation der Reinraum-Oberflächen
- D-03.01.12Schnittstellenliste für Ausrüstung und PEC
- D-03.01.13Medienkonzept mit je Prozess festgelegtem Wasserbedarf
- D-03.01.14Beitrag zur Umgebungsmonitoring-Strategie
- D-03.01.15CQV-Readiness-Matrix
- D-03.01.16Gap-Analyse-Bericht (Bestandsanlagen)
- D-03.01.17Plan zur phasenweisen Umsetzung
Technische Details
Engineering-Leistungsmatrix
Inhalt · 09
01 / 09
Drei Herstellungskategorien
Nichtsterile Herstellung, Sterilherstellung ohne Gefahrarzneimittel und die Herstellung von Gefahrarzneimitteln stellen unterschiedliche Anforderungen an dasselbe Gebäude. Die vorhandenen Kategorien werden zuerst bestätigt, weil sie über Trennung, Raumabfolge, HVAC-Zonierung und Containment entscheiden.
- Nichtsterile Herstellung: eigener Zubereitungsbereich, Kontrolle von Staub und Kreuzkontamination, Reinigung und Lagerung
- Sterilherstellung ohne Gefahrarzneimittel: klassifizierte Puffer- und Vorräume, Einkleidungsabfolge, PECs für den Produktschutz
- Herstellung von Gefahrarzneimitteln: Containment im Unterdruck, PECs mit Abluftführung nach außen, wo erforderlich, Bedienerschutz
- Trennung zwischen den Kategorien, wo sie sich eine Anlage teilen
- Getrennte Warenannahme, Lagerung und Abfallbehandlung für Gefahrarzneimittel
02 / 09
Anlage
Raumprogramm und Zonierung legen fest, wie die Anlage funktionieren soll, bevor ein System dimensioniert wird.
- Anlagenplanung
- Raumprogramm
- Funktionale Zonierung
- Arbeitsablauf
- Architektur
03 / 09
Kontrollierte Umgebungen
Jeder Raum hat eine festgelegte Rolle beim Schutz der Zubereitung, des Bedieners oder beider. Alle dargestellten Druckwerte sind ausschließlich illustrativ. Endgültige Druckverhältnisse und Sollwerte werden für jedes Projekt aus Klassifizierung, Prozess, Produktrisiko, Containment-Anforderungen, Türstrategie, Schleusenkonzept und der anwendbaren regulatorischen Grundlage entwickelt.
- Reinraumzonierung
- Druckverhältnisse
- Schleusen
- Durchreichen
- Containment
04 / 09
Flüsse, Einkleidung & Schleusen
Wege und Einkleidung werden gezeichnet, bevor die Räume festgelegt werden, damit Kreuzungen zwischen reinen Wegen, Wegen mit Gefahrarzneimitteln und Abfallwegen bereits in der Planung ausgeschlossen werden.
- Abfolge von Personaleintritt, Einkleidung und Austritt
- Eintritts- und Wischdesinfektionspunkte für Material und Komponenten
- Weg der fertigen Zubereitung zur Abgabe
- Abfallweg getrennt von der reinen Versorgung
- Anordnung von Schleusen und Vorräumen je Kategorie
05 / 09
Primäre technische Schutzeinrichtungen
PECs werden mit dem Kunden passend zur Zubereitungsart ausgewählt und dann so positioniert und angeschlossen, dass Raumluftführung, Abluft und Reinigung sie unterstützen.
- Beitrag zur Wahl des PEC-Typs für Produkt- und Bedienerschutz
- Position relativ zu Türen, Zuluft und Rückluftöffnungen
- Abluftanschluss, wo die PEC oder die Gefährdung es erfordert
- Lieferantendokumentation und Qualifizierungsschnittstellen
06 / 09
HVAC
Die Lüftung wird nach den Tätigkeiten zoniert, die sie versorgt, nicht allein nach dem Gebäudegrundriss.
- AHU-Zonierung
- Zu- und Rückluft
- Abluft
- Filterstrategie
- GLT-Schnittstelle
07 / 09
Prozess & Medienversorgung
Die Medienversorgung wird je Entnahmestelle und Zubereitungsart definiert; nicht jede Anlage benötigt jedes System. PW- oder WFI-Systeme sind in einer Herstellungsapotheke nicht automatisch erforderlich: Der Wasserbedarf hängt vom Prozess, vom Produkt, vom Maßstab, vom vorgesehenen Verwendungszweck, von der örtlichen Behörde und vom anwendbaren Standard ab.
- Wasserbedarf je Prozess definiert — PW / WFI nur, wo erforderlich
- Druckluft
- Reindampf, wo erforderlich
- Entwässerung
- Geräteschnittstellen
08 / 09
Qualität / Bereitschaft
Planungsentscheidungen werden auf die Nachweise zurückgeführt, die später zeigen, dass die Anlage wie vorgesehen funktioniert.
- Umgebungsmonitoring-Strategie
- QK-Unterstützungsbereiche und Probenfluss
- Inbetriebnahme
- Qualifizierung
- Validierung
- Gap-Analyse
- CAPA-Unterstützung
09 / 09
Regulatorische Auslegungsgrundlage
Die regulatorische Auslegungsgrundlage wird projektspezifisch festgelegt, bevor Entscheidungen zu Klassifizierung, Druck und Containment feststehen. Je nach Produkt, Markt und Rechtsraum kann sie sich auf Regelwerke wie EU-/PIC/S-GMP für die Herstellung steriler Arzneimittel, WHO-GMP, die USP-Kapitel zur Herstellung (Compounding), die Anforderungen der lokalen Behörde (zum Beispiel EDA in Ägypten) sowie projektspezifische Kundenanforderungen stützen. Die Anlage wird anschließend anhand der vereinbarten regulatorischen Projektgrundlage geplant und unter Berücksichtigung der für das Projekt geltenden Anforderungen ausgelegt. Bei der Apothekenherstellung hängen die Klassifizierung jedes Raums, sein Druckverhältnis und die Containment-Philosophie für Gefahrarzneimittel von den vorhandenen Herstellungskategorien und der gewählten Grundlage ab.
- Identifikation der für Produkt, Markt und Rechtsraum relevanten Regelwerke
- Abstimmung der Auslegungsgrundlage mit den Qualitäts- und Regulatory-Teams des Kunden
- Klassifizierung, Druckverhältnisse und Containment-Konzept, abgeleitet aus der gewählten Grundlage und dem Prozessrisiko
- Rückverfolgbarkeit von jeder vereinbarten Anforderung bis zur Designentscheidung und deren Verifizierung
- Überprüfung der Grundlage bei Änderungen des Produktumfangs, des Marktes oder der behördlichen Anforderungen
Prozessablauf
So arbeitet ALVEDA
Ein typischer Ablauf; die tatsächlich enthaltenen Phasen werden je Projekt vereinbart.
01 / 0501
Briefing & Anforderungen
Zubereitungsarten, Mengen, Standort und die mit dem Kunden bestätigten Anforderungen.
Wählen Sie einen Schritt, um zu sehen, was er umfasst.
01
Briefing & Anforderungen
Zubereitungsarten, Mengen, Standort und die mit dem Kunden bestätigten Anforderungen.
02
Zonierung & Flüsse
Raumprogramm, Raumbeziehungen sowie Personal-, Material- und Abfallwege.
03
Umgebung & Containment
Konzept für Klassifizierung und Druckverhältnisse, Schleusen und Containment-Maßnahmen.
04
Systemplanung
HVAC, Abluft, Medienversorgung und Geräteschnittstellen entwickelt und koordiniert.
05
CQV-Bereitschaft
Inbetriebnahme, Qualifizierung und Monitoring auf Basis der Auslegungsgrundlage geplant.
So funktioniert die Anlage
So funktioniert eine Herstellungsapotheke.
Eine Anlage lässt sich als Abfolge funktionaler Zonen lesen. Die folgende Gruppierung ist illustrativ; die tatsächlichen Räume, Raumzuordnungen und Grenzen werden projektspezifisch anhand der Zubereitungen, Mengen und des Standorts festgelegt.
ALV-CPF-01
Herstellungsapotheke — Engineering-Karte
Ein eigens erstellter Konzeptplan, gegliedert in neun Funktionszonen. Wechseln Sie die Ebenen, um Klassifizierung, Druck, Luftbehandlung, Flüsse und Medien abzulesen; wählen Sie einen Raum, um seine technischen Aspekte zu sehen.
Zonenansicht — wählen Sie unten eine Zone
Wählen Sie eine Zone, um ihre Räume zu sehen.
L-00 OVERVIEW
Übersicht
Neun Funktionszonen, so angeordnet, dass Personal, Material und Abfall jeweils einem eigenen Weg folgen und Tätigkeiten mit Gefahrarzneimitteln in einem eigenen Bereich eingeschlossen sind.
- Öffentlich / Empfang
- Personalschleusung
- Materiallogistik
- Nichtsterile Herstellung
- Sterilherstellung ohne Gefahrarzneimittel
- Herstellung von Gefahrarzneimitteln
- QK / Mikrobiologie
- Warenausgang
- Abfall
Ebene Übersicht wird angezeigt
- AZone
Öffentlich / Empfang
Hält Besucher und Verwaltungstätigkeiten außerhalb der kontrollierten Bereiche.
Empfang · Rezeptannahme · Abgabetheke · Büros
- BZone
Personalschleusung
Führt Personen in einer definierten Abfolge zwischen Reinheitsstufen.
Umkleiden · Einkleidung · Händehygiene · Auskleiden
- CZone
Materiallogistik
Steuert, wie Materialien ankommen, auf ihre Freigabe warten und in die Herstellungsbereiche gelangen.
Wareneingang · Quarantäne · Lagerung · Kühllager · Materialschleuse
- DZone
Nichtsterile Herstellung
Trennt Pulverhandhabung, Herstellung und Reinigung von anderen Tätigkeiten.
Einwaage · Herstellungsraum · Gerätereinigung · Verpackung
- EZone
Sterilherstellung ohne Gefahrarzneimittel
Schützt sterile Zubereitungen durch eine kontrollierte Raumabfolge.
Vorraum · Pufferraum · PEC-Bereich · Durchreiche
- FZone
Herstellung von Gefahrarzneimitteln
Hält Gefahrarzneimittel zurück und schützt zugleich die Zubereitung.
Lager für Gefahrarzneimittel · HD-Vorraum · Pufferraum für Gefahrarzneimittel · Containment-PEC
- GZone
QK / Mikrobiologie
Unterstützt Freigabe und Monitoring, ohne Luft oder Wege mit der Herstellung zu teilen.
QK-Labor · Mikrobiologie · Sterilitätsprüfung · Nährmedienlager
- HZone
Warenausgang
Führt fertige Zubereitungen hinaus, ohne sich mit eingehenden Materialien zu kreuzen.
Inspektion · Etikettierung · Endverpackung · Abtransport
- IZone
Abfall
Sieht für Abfälle einen eigenen Weg zur Sammlung und zum Abtransport vor.
Allgemeiner Abfall · Zwischenlager gefährliche Abfälle · Dekontamination · Abfallabgabe
KONZEPTIONELLES ANLAGENSCHEMA — NUR ZUR VERANSCHAULICHUNGDie endgültigen Klassifizierungen hängen von Prozessanforderungen, Risikobewertung und geltenden Projektanforderungen ab.
Druck, Containment & Flüsse
Wie sich Personal, Material und Luft durch den Raumbereich bewegen.
Druckkonzept-Explorer
Wählen Sie einen Raum, um zu sehen, was sein Druckverhältnis bewirken soll und in welche Richtung die Luft durch seine Türen strömt.
B-06
ÜberdruckNur illustrativ — relative Verhältnisse, keine Auslegungswerte von ALVEDA. Endgültige Druckverhältnisse und Sollwerte werden aus Klassifizierung, Prozess, Produktrisiko, Containment, Türstrategie, Schleusenkonzept und der anwendbaren regulatorischen Grundlage entwickelt.
Flur
- Raumfunktion
- Kontrollierte Verkehrsfläche, die Einkleidung, Vorräume der Bereiche, QK-Probentransfer und Ausgang verbindet.
- Klassifizierungskonzept
- Konzept ISO 8, NON-HD
- Containment-Ziel
- Unklassifizierte Luft von jedem Bereichszugang fernhalten.
- Relativdruck-Strategie
- Referenzniveau der Kaskade: Überdruck gegenüber Umkleide und unklassifizierten Bereichen, niedriger als die sterilen Vorräume, die sich zum Flur öffnen.
- Angrenzende Räume
- Erste Einkleidung, Auskleiden, sterile und HD-Vorräume, Probentransfer.
- Monitoring-Anforderung (konzeptionell)
- Differenzdruckanzeige an wichtigen Türen und periodische Kontrollen nicht lebensfähiger Partikel.
Ablauf der Sterilherstellung
Material und Personal gelangen auf parallelen Wegen in den Sterilraum, die nie eine gemeinsame Tür nutzen. Wählen Sie einen Schritt, um zu sehen, was die Anlage bereitstellen muss.
MATMaterialweg
PERSEinkleidungsweg Personal
MAT
Materialeingang
Freigegebene Materialien und Komponenten werden für den Sterilbereich bereitgestellt.
Engineering-Fokus
- Nur freigegebene, etikettierte Artikel werden weitergeleitet
- Umverpackung vor der Grenze zum kontrollierten Bereich entfernt
- Mengen auf die geplanten Arbeiten begrenzt
Konzeptionelle Räume
C-02C-03C-04
Parallel dazu
Konzeptionelle Abfolge — die tatsächlichen Schritte richten sich nach Prozess und Risikobewertung des jeweiligen Projekts.
Weg der Gefahrarzneimittel
Acht Stationen, die ein Gefahrarzneimittel in einer Herstellungsapotheke durchläuft. Wählen Sie eine Station, um die zugehörigen Aspekte zu Anlage, Containment und Personal zu sehen.
01 / 08
Annahme
Lieferungen von Gefahrarzneimitteln werden bei der Annahme identifiziert und von allgemeinen Waren getrennt gehalten.
Konzeptionelle Räume
C-01C-02
FACAnlage
- Festgelegter Annahmeplatz für Gefahrarzneimittel
- Kurze, direkte Verbindung zum Lager für Gefahrarzneimittel
CONContainment
- Umverpackung bleibt geschlossen
- Spill-Kit an der Annahmestelle
PERPersonal
- Nur geschultes Annahmepersonal
- Handhabungs-PSA für die Annahme festgelegt
Technische Illustration — keine medizinische oder regulatorische Beratung. Die dargestellten Druckverhältnisse sind illustrativ; endgültige Druckverhältnisse und Sollwerte werden projektspezifisch aus Klassifizierung, Prozess, Produktrisiko, Containment, Tür- und Schleusenstrategie sowie der anwendbaren regulatorischen Grundlage entwickelt.
Qualitätskontrolle & Labore
Labore, ausgelegt auf Arbeitsabläufe und Kontrolle.
ALVEDA bietet Anlagen- und Engineering-Unterstützung für Labore. ALVEDA führt keine Laborprüfungen durch.
- 01
Analytisches QK-Labor
Labortische, Absaugung und Medienversorgung, geplant nach den eingesetzten Analysemethoden.
- 02
Mikrobiologie-Nebenraum
Getrennt von der chemischen Analytik und von den Lüftungssystemen der Herstellung.
- 03
Umgebung für Sterilitätsprüfungen
Eine kontrollierte Umgebung mit eigenem Zugang und eigenem Einkleidungsweg.
- 04
Bereich für BET / Endotoxinprüfung
Raum und Versorgung für die Prüfung auf bakterielle Endotoxine, wo erforderlich.
- 05
Probenfluss
Proben gelangen vom Eingang zur Prüfung, ohne sich mit Abfall zu kreuzen.
- 06
Lager für Nährmedien / Chemikalien
Kontrollierte Lagerung von Nährmedien, Reagenzien und Chemikalien.
- 07
Spülraum
Reinigung von Glaswaren und Geräten getrennt von der Lagerung sauberer Materialien.
- 08
Abfallhandhabung
Dekontamination vor der Entsorgung und ein festgelegter Ausgangsweg.
Umgebungsmonitoring
Monitoring, gemeinsam mit der Anlage geplant.
Messpunkte für Druck, Temperatur, Feuchte und Umgebungsmonitoring werden parallel zur Raumplanung vorgeschlagen, sodass Instrumente, Alarme und Daten vor dem Bau einen festgelegten Platz haben. Parameter, Positionen und Grenzwerte werden für jedes Projekt mit dem Qualitätsteam des Kunden bestätigt.
ILLUSTRATIVE MONITORING-OBERFLÄCHE — KEINE ECHTZEIT-PROJEKTDATEN
ILLUSTRATIVE OBERFLÄCHE — KEINE LIVE-PROJEKTDATEN
Ein statisches Mock-up, das zeigt, wie eine Ansicht für das Umgebungsmonitoring aufgebaut sein kann. Alle Räume, Werte und Status sind erfunden.
Übersicht Umgebungsmonitoring
IllustrativRäume
Raumdruck (relativ)
Höher als Einkleidung
Temperatur / rF
- Temperatur
- 20,5 °C
- Relative Feuchte
- 45 %
Luftkeimmonitoring
Aktive Luftprobenahme
Letzte Probenahme abgeschlossen; Ergebnisse innerhalb der Grenzwerte
Oberflächenmonitoring-Plan
| Ort | Mo | Di | Mi | Do | Fr |
|---|---|---|---|---|---|
| Kritische Arbeitsflächen | Beprobt | Beprobt | Beprobt | Beprobt | Beprobt |
| Handschuhe / Kittel | Beprobt | Nicht beprobt | Beprobt | Nicht beprobt | Beprobt |
| Böden und Wände | Nicht beprobt | Beprobt | Nicht beprobt | Beprobt | Nicht beprobt |
| Durchreiche | Nicht beprobt | Nicht beprobt | Beprobt | Nicht beprobt | Nicht beprobt |
Kalibrierstatus
- DPTDifferenzdruck-MessumformerFällig im nächsten QuartalGültig
- TTTemperatursensorFällig in sechs MonatenGültig
- RHFeuchtesensorFällig diesen MonatBald fällig
- AASAktiver LuftkeimsammlerFällig im nächsten QuartalGültig
ILLUSTRATIVE OBERFLÄCHE — KEINE LIVE-PROJEKTDATEN
Qualifizierung & Validierung
Von der Planung zur verifizierten Leistung.
Jede Qualifizierungsstufe lässt sich auf eine Anforderung zurückführen, sodass die Nachweise am Ende die zu Beginn gestellten Fragen beantworten.
01 · URS
Lastenheft
Legt fest, was das System leisten muss, und zwar so, dass der Betreiber es später überprüfen kann.
02 · DESIGN REVIEW
Design-Review
Prüft die sich entwickelnde Planung anhand der URS und der GMP-Erwartungen, bevor sie festgeschrieben wird.
03 · DQ
Designqualifizierung
Dokumentiert, dass die endgültige Planung jede Anforderung der URS erfüllt.
04 · FAT
Werksabnahme
Prüft die Ausrüstung im Werk des Lieferanten, damit Mängel vor dem Versand behoben werden.
05 · SAT
Abnahme vor Ort
Bestätigt, dass die Ausrüstung nach Lieferung und Anschluss vor Ort funktioniert.
06 · COMMISSIONING
Inbetriebnahme
Fährt Systeme an, stellt sie ein und gleicht sie ab, damit sie auslegungsgemäß arbeiten.
07 · IQ
Installationsqualifizierung
Verifiziert, dass Systeme spezifikationsgemäß installiert sind, mit korrekten Komponenten und korrekter Dokumentation.
08 · OQ
Funktionsqualifizierung
Verifiziert, dass Systeme über ihre Betriebsbereiche hinweg innerhalb definierter Grenzen arbeiten.
09 · PQ
Leistungsqualifizierung
Weist eine gleichbleibende Leistung unter realen oder simulierten Betriebsbedingungen nach.
10 · HANDOVER
Übergabe
Übergibt qualifizierte Systeme und ihre Aufzeichnungen an die Betriebs- und Qualitätsteams des Betreibers.
Gap-Analyse & CAPA
Von der Feststellung zum dokumentierten Abschluss.
ALVEDA unterstützt dabei, technische Stellungnahmen und Nachweispakete gemäß den Projektanforderungen zu strukturieren.
Von der Feststellung zum Abschluss
Wie eine Compliance-Lücke eine CAPA-artige Abfolge durchläuft. Wählen Sie einen Beispielfall und gehen Sie jede Stufe durch.
Beispielfälle
Druckverhältnis zwischen angrenzenden Räumen nicht dokumentiert
Feststellung
- Die vorgesehene Druckrichtung zwischen zwei angrenzenden klassifizierten Räumen ist in den Planungsunterlagen nicht angegeben.
- Die Betriebsaufzeichnungen enthalten Messwerte, aber keine definierte Auslegungsabsicht, mit der sie verglichen werden können.
Generische Fälle zur Veranschaulichung. Sie beschreiben keine bestimmte Anlage, kein bestimmtes Projekt und keine bestimmte Inspektion.
Liefergegenstände
Typische Dokumente und Liefergegenstände
- D-03.01.01Beiträge zur regulatorischen Auslegungsgrundlage und zum Lastenheft (URS)
- D-03.01.02Raumprogramm und funktionaler Zonierungsplan
- D-03.01.03Personalflusspläne
- D-03.01.04Materialflusspläne
- D-03.01.05Abfallflusspläne
- D-03.01.06Plan zum Klassifizierungskonzept
- D-03.01.07Plan zum Konzept der Druckverhältnisse
- D-03.01.08Plan der RLT-Zonierung (AHU)
- D-03.01.09Zuluft-, Rückluft- und Abluftkonzept
- D-03.01.10Raumdatenblätter
- D-03.01.11Spezifikation der Reinraum-Oberflächen
- D-03.01.12Schnittstellenliste für Ausrüstung und PEC
- D-03.01.13Medienkonzept mit je Prozess festgelegtem Wasserbedarf
- D-03.01.14Beitrag zur Umgebungsmonitoring-Strategie
- D-03.01.15CQV-Readiness-Matrix
- D-03.01.16Gap-Analyse-Bericht (Bestandsanlagen)
- D-03.01.17Plan zur phasenweisen Umsetzung
Bestandsanlagen
Bestehende Herstellungsapotheke modernisieren?
- 01
Gap-Analyse
Das bestehende Layout, die Wege und die Systeme werden anhand der bestätigten Anforderungen geprüft.
- 02
Layout-Neuordnung
Räume und Wege neu angeordnet, um Kreuzungen zu beseitigen.
- 03
Reinraum-Ertüchtigung
Raumhülle, Oberflächen, Schleusen und Durchreichen werden an das neue Konzept angepasst.
- 04
HVAC-Ertüchtigung
Zonierung, Filtration und Abluft werden auf die versorgten Tätigkeiten hin überarbeitet.
- 05
Containment-Ertüchtigung
Bereiche mit Gefahrarzneimitteln erhalten die erforderliche Trennung und das nötige Containment.
- 06
Ertüchtigung Wasser / Medien
Wasser- und Mediensysteme je Entnahmestelle geprüft.
- 07
Monitoring-Ertüchtigung
Messpunkte, Instrumente und Datenverarbeitung überarbeitet.
- 08
Qualifizierungsbereitschaft
Requalifizierung für jede Änderung geplant, die qualifizierte Systeme betrifft.
- 09
Phasenweise Umsetzung
Arbeiten werden, wo möglich, auf den laufenden Betrieb abgestimmt.
Zugehöriges Engineering
Die Disziplinen hinter einer Herstellungsapotheke.
- 02.04ReinraumplanungKlassifizierte Räume mit definierten Druckkaskaden, Schleusen und Einkleidungsabläufen.
- 02.06HVAC-EngineeringLuftsysteme, ausgelegt auf die Kontrolle von Reinheit, Druck, Temperatur und Luftfeuchte.
- 03.03Engineering für Gefahrarzneimittel-AnlagenWareneingang, Lagerung, Herstellung, Dekontamination und Abfallwege, ausgelegt auf Containment.
- 02.07Pharmawasser- & ReinmediensystemeVorbehandlung, Erzeugung, Lagerung und Verteilung, ausgelegt als ein abgestimmtes Wassersystem.
- 04.03Qualifizierung & Validierung (CQV)Dokumentierter Nachweis, dass Anlagen, Medien und Ausrüstung bestimmungsgemäß funktionieren.
- 03.02Engineering steriler & aseptischer AnlagenKlassifizierung, Einkleidung, Druckkaskade, Transfer und PEC-Integration als ein einheitliches Sterilkonzept geplant.
- 02.08ProzessmedienDampf-, Luft-, Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme, dimensioniert und spezifiziert für die regulierte Produktion.
- 04.01GMP & ComplianceAnlagenplanung, in jeder Phase anhand der GMP-Anforderungen geprüft.
- 04.08Ertüchtigung & Modernisierung von AnlagenErweiterungen, Ertüchtigungen und Modernisierungen, geplant rund um die bereits laufende Anlage.
- 02.10Engineering von QK- & MikrobiologielaborenAnalyse- und Mikrobiologielabore, geplant rund um ihre Arbeitsabläufe, Umgebungsbedingungen und Medienversorgung.
- 04.04ProjektmanagementEine zentrale Steuerung für Umfang, Kosten, Termine und Schnittstellen.
Leistungen
Zugehörige Leistungen
- 02.04
Reinraumplanung
Klassifizierte Räume mit definierten Druckkaskaden, Schleusen und Einkleidungsabläufen.
- 02.06
HVAC-Engineering
Luftsysteme, ausgelegt auf die Kontrolle von Reinheit, Druck, Temperatur und Luftfeuchte.
- 03.03
Engineering für Gefahrarzneimittel-Anlagen
Wareneingang, Lagerung, Herstellung, Dekontamination und Abfallwege, ausgelegt auf Containment.
Es handelt sich um eine Einrichtung, in der Arzneimittel für bestimmte Patienten oder Verwendungszwecke zubereitet und nicht in großen kommerziellen Chargen hergestellt werden. Je nach den betreffenden Zubereitungen kann sie Räume für die nichtsterile Herstellung, Raumgruppen für die Sterilherstellung, Bereiche für Gefahrarzneimittel sowie Nebenräume für Lagerung, Spülen, Qualitätskontrolle, Verpackung und Abfall umfassen. Aus Engineering-Sicht ist die Einrichtung ein Verbund aus Räumen, Wegen und Systemen, die rund um jede Art von Zubereitung zusammenwirken müssen.
Bei der Sterilherstellung werden Arzneimittel zubereitet, die frei von vermehrungsfähigen Mikroorganismen bleiben müssen, daher stützt sie sich typischerweise auf eine kontrollierte Abfolge klassifizierter Räume, Einkleidung, gefilterte Luft, Druckverhältnisse und primäre technische Schutzeinrichtungen. Die nichtsterile Herstellung umfasst Zubereitungen wie orale Flüssigkeiten, Cremes oder Kapseln; sie erfordert dennoch eine klare Trennung, reinigbare Oberflächen, Staubkontrolle und dedizierte Spülmöglichkeiten, aber nicht immer klassifizierte Reinräume. Bei der Herstellung von Gefahrarzneimitteln, ob steril oder nichtsteril, kommt der Schutz von Bedienpersonal und Umwelt hinzu: Containment, Unterdruckräume, wo erforderlich, und ein separater Abfallweg. Die Umgebung, die jede Einrichtung benötigt, wird projektspezifisch anhand der Zubereitungen und der anwendbaren Anforderungen festgelegt.
Die Einrichtung muss neben der Zubereitung auch Personal und Umgebung schützen. Dadurch verlagert sich das Engineering in der Regel in Richtung Containment: dedizierte Warenannahme- und Auspackbereiche, getrennte Lagerung, primäre technische Schutzeinrichtungen mit Containment-Funktion, erforderlichenfalls im Unterdruck gehaltene Räume, Abluftstrategie, An- und Ablegen der PSA, Vorkehrungen zur Dekontamination und ein separater Abfallweg. Die genauen Maßnahmen hängen von den Arzneimitteln, Darreichungsformen und Tätigkeiten des jeweiligen Projekts ab.
Die meisten Kontaminations- und Containment-Probleme entstehen dort, wo sich Wege kreuzen: saubere Materialien, die auf gebrauchte Gegenstände treffen, Personen, die ohne definierten Übergang zwischen Bereichen unterschiedlicher Reinheit wechseln, oder Abfall, der über einen reinen Flur abtransportiert wird. Werden diese Wege zuerst geplant, vom Wareneingang bis zum Versand und zur Entsorgung, können Raumlayout, Schleusen, Durchreichen und Druckverhältnisse den vorgesehenen Arbeitsablauf unterstützen, statt ihm entgegenzuwirken.
Druckverhältnisse bestimmen die Richtung, in der sich die Luft zwischen Räumen bewegt. Steht der Schutz der Zubereitung im Vordergrund, strömt die Luft im Allgemeinen von reineren zu weniger reinen Bereichen; steht das Containment eines Gefahrarzneimittels im Vordergrund, werden Räume typischerweise im Unterdruck gehalten, sodass die Luft nach innen strömt. Alle in Diagrammen gezeigten Werte sind illustrativ: Die endgültigen Druckverhältnisse und Sollwerte werden projektspezifisch anhand von Klassifizierung, Prozess, Produktrisiko, Containment-Anforderungen, Türstrategie, Schleusenkonzept und der anwendbaren regulatorischen Grundlage entwickelt und anschließend überwacht und verifiziert.
Nicht unbedingt. Das hängt von der Art der Zubereitung, der Rechtsordnung und dem Projekt ab. Die Sterilherstellung umfasst typischerweise klassifizierte Umgebungen, während viele nichtsterile Tätigkeiten in kontrollierten, reinigbaren Räumen ohne Reinraumklassifizierung durchgeführt werden können. Die geeignete Umgebung für jede Tätigkeit wird in den frühen Planungsphasen mit dem Kunden und anhand der maßgeblichen Anforderungen bestätigt.
HVAC-Zonen richten sich nach den Tätigkeiten, nicht nur nach dem Grundriss. Räume werden nach Reinheit, Containment-Anforderungen, Druckregime, Temperatur- und Feuchteanforderungen sowie Betriebszeiten gruppiert, damit Bereiche mit gegensätzlichen Anforderungen, etwa die Herstellung mit und ohne Gefahrarzneimittel oder Labore und Zubereitungsräume, nicht so versorgt werden, dass die Trennung beeinträchtigt wird. Zuluft, Rückluft, Abluft und Filtration werden anschließend für jede Zone entwickelt.
Je nach Zubereitungen und Ausrüstung kann die Medienversorgung Wasser definierter Qualität für Zubereitung und Spülen, Druckluft, Reindampf, wo Sterilisationsanlagen ihn erfordern, eine zur Vermeidung von Kontamination ausgelegte Entwässerung sowie eine gesicherte Stromversorgung für kritische Systeme umfassen. Ein PW- oder WFI-System ist in einer Herstellungsapotheke nicht automatisch erforderlich: Die Anforderungen an das Wasser hängen vom Prozess, vom Produkt, vom Maßstab, vom Verwendungszweck, von der örtlichen Behörde und vom anwendbaren Standard ab. Nicht jede Einrichtung benötigt jedes Medium; die Liste wird während der Planung je Entnahmestelle festgelegt.
Die regulatorische Auslegungsgrundlage wird für jedes Projekt vereinbart, statt vorausgesetzt zu werden. Je nach Zubereitungen, Markt und Rechtsordnung kann sie sich auf die USP-Kapitel zur Herstellung in der Apotheke, WHO-GMP oder EU- / PIC/S-GMP, soweit anwendbar, die Anforderungen der örtlichen Behörde, etwa der EDA in Ägypten, und die eigenen Anforderungen des Kunden stützen. Raumklassifizierung, Druckverhältnisse und Containment-Konzept ergeben sich aus der gewählten Grundlage und dem Prozessrisiko. ALVEDA SOLUTIONS plant die Einrichtung auf Basis dieser vereinbarten Grundlage; Genehmigungsentscheidungen verbleiben bei der zuständigen Behörde.
CQV steht für Inbetriebnahme, Qualifizierung und Validierung. Die Inbetriebnahme bestätigt, dass Systeme wie HVAC, Monitoring und Medienversorgung installiert sind und funktionieren; die Qualifizierung dokumentiert, dass Räume, Ausrüstung und Systeme ihre definierten Anforderungen erfüllen; die Validierung zeigt, dass die Prozesse gleichbleibend funktionieren. ALVEDA unterstützt die Planung und Dokumentation dieses Ablaufs; der Umfang und die Parteien, die die einzelnen Tätigkeiten ausführen, werden projektspezifisch vereinbart.
Ja. Eine Ertüchtigung beginnt in der Regel mit einer Gap-Analyse des bestehenden Layouts, der Wege, der Druckverhältnisse, der HVAC-Anlagen, der Medienversorgung und des Monitorings im Abgleich mit den bestätigten Anforderungen, gefolgt von priorisierten Engineering-Maßnahmen und einem phasenweisen Umsetzungsplan, der den laufenden Betrieb und die Requalifizierung berücksichtigt.
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